Die Bibeltexte des Tages

Lesung

Buch Jesus Sirach 48,1-4.9-11.

In jenen Tagen stand Elija auf, ein Prophet wie Feuer, sein Wort brannte wie eine Fackel.
Er ließ über sie eine Hungersnot hereinbrechen und verringerte sie mit seinem Eifer;
durch das Wort des Herrn verschloss er den Himmel, ebenso ließ er dreimal Feuer herabfallen.
Wie wurdest du verherrlicht, Elija, durch deine Wunder! Wer wird sich gleich dir rühmen können?
Der mit einem Wirbelsturm aus Feuer hinweggenommen wurde in einem Wagen mit feurigen Pferden;
der aufgeschrieben ist für Zurechtweisungen für künftige Zeiten, um den Zorn vor dem Ausbruch zu besänftigen, um das Herz des Vaters dem Sohn zuzuwenden und um die Stämme Jakobs aufzurichten.
Selig, die dich gesehen haben und die in Liebe entschlafen sind; denn auch wir werden gewiss leben.


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Evangelium

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 17,9a.10-13.

Während Jesus und seine Jünger den Berg hinabstiegen,
fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?
Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt und er wird alles wiederherstellen.
Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.
Da verstanden die Jünger, dass er zu ihnen von Johannes dem Täufer sprach.


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Impuls

„Er wird ihm mit dem Geist und mit der Kraft des Elija vorangehen“ (Lk 1,17)

„Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?“ Und der Herr gab zur Antwort: „Elija ist schon gekommen, und sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, und wenn ihr es annehmen wollt: Es ist Johannes der Täufer“ (vgl. Mt 17,10 ff.). Unser Herr Jesus Christus sagt also ausdrücklich: „Elija ist schon gekommen", und dass es sich um Johannes den Täufer handelt. Als man jedoch Johannes befragte, erklärte dieser, dass er weder Elija noch Christus sei (vgl. Joh 1,20 f.). [...] Warum behauptet er also: „Ich bin nicht Elija“, während der Herr seinen Jüngern sagt, dass er Elija sei? Weil unser Herr Jesus Christus symbolisch auf sein zukünftiges Kommen hinweisen und zum Ausdruck bringen wollte, dass Johannes im Geist des Elija gekommen sei. Was Johannes beim ersten Kommen war, das wird Elija beim zweiten Kommen sein. Wie es ein zweifaches Kommen des Richters gibt, so gibt es auch zwei Vorläufer. Der Richter ist beide Male derselbe, aber es gibt zwei Vorläufer. […] Der Richter musste zuerst kommen, um gerichtet zu werden. Er sandte einen ersten Vorläufer vor sich her und nannte ihn Elija, denn beim zweiten Kommen wird Elija das sein, was Johannes beim ersten war.

Bedenkt, geliebte Brüder, wie wahr diese Erklärung ist. Als Johannes empfangen wurde, [...] hatte der Heilige Geist Folgendes prophezeit, das sich an ihm erfüllen sollte: „Er wird ihm mit dem Geist und mit der Kraft des Elija vorangehen“ (Lk 1,17). [...] Wer kann diese Dinge verstehen? Derjenige, der die Demut des Vorläufers nachahmt und die Majestät des Richters erkennt. Niemand war demütiger als dieser heilige Vorläufer. Die Demut des Johannes ist sein größtes Verdienst; er hätte die Menschen täuschen, sich als Christus ausgeben und für Christus gehalten werden können, so groß waren seine Gnade und seine Tugend, doch er bekannte offen: „Ich bin nicht der Christus. – Bist du Elija? – Ich bin nicht Elija.“





(Quelle: evangeliumtagfuertag.org)

Ein Impuls von:Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Psalm des Tages

Psalmen 80(79),2ac.3bc.15-16.18-19.

Du Hirte Israels, höre!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine!
Wecke deine gewaltige Kraft
und komm zu unserer Rettung!

Gott der Heerscharen, kehre doch zurück, blicke vom Himmel herab und sieh, sorge für diesen Weinstock!
Beschütze, was deine Rechte gepflanzt hat, und den Sohn, den du dir stark gemacht!
Deine Hand sei über dem Mann zu deiner Rechten,
über dem Menschensohn, den du dir stark gemacht.

Wir werden nicht von dir weichen.
Belebe uns und wir rufen deinen Namen an.


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„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“

Psalm 23,1